Post SV Görlitz Tischtennis - Sport für Jedermann
Post SV Görlitz Tischtennis - Sport für Jedermann

Aufstellung:

 

1. Manuel Neumann

2. Niels Hoffmann

3. Thomas Briesen

4. Kevin Eichberg

5. Silvio Reimann

6. Joachim Kahl

Umkämpfte Punkteteilung nach 1:5 Rückstand

Am vorletzten Spieltag der Hinrunde und dem vierten Tischtenniswochenende in Folge begrüßte die

dritte Herrenmannschaft des Post SV Görlitz den Stammsechser des TSV Herwigsdorf 1891. Die Gäste reisten mit breiter Brust an, da sich ihnen durch das Unentschieden des Tabellenersten Neugersdorf am Vortag die Möglichkeit bot, mit einem Auswärtssieg in Görlitz die Tabellenführung zu übernehmen.

Dementsprechend motiviert und mit Rückenwind ausgestattet, kamen die Postler gleich in den zu Beginn des Mannschaftsvergleiches gespielten Doppelpartien unter die Räder. Erstmals in dieser Saison gingen alle drei Doppelpaarungen verloren, wobei zwei davon im fünften Satz zugunsten der Herwigsdorfer entschieden wurden. Doppel 1 Neumann/Hoffmann stand im Verlaufe der Partie ein paar Mal Abseits. Das war offensichtlich und lautstark wahrzunehmen, sodass es hierfür nicht mal den Video Assistance Referee (VAR) benötigte (2:3, 10:12). Briesen/Eichberg fanden auch im dritten gemeinsamen Doppel noch immer nicht zu ihrer Stärke der Vorjahre, in denen sie jedoch zumeist als Doppel 3 auf Punktejagd gingen (0:3). Die Trauben gegen das jeweilige Spitzendoppel der gegnerischen Mannschaften hängen derzeit noch zu hoch. Nach sechs Spieltagen noch ungeschlagen, unterlagen Reimann/Kahl nun mehr das zweite Doppel in Folge mit 2:3 Sätzen und damit denkbar knapp. Hier muss es wieder heißen, den Bock umzustoßen und dem Team künftig wieder eine Unterstützung zu sein. Einen 0:3 Rückstand wettzumachen, ist in der Regel eine nahezu ausweglose, sportliche Mission. Doch es sollte den Görlitzern an diesem Sonntag gelingen.

Den Anfang machte Neumann, der ein unansehnliches Aufschlag-Rückschlag-Duell in drei knappen Sätzen (3:0) für sich entschied. Der Offensive seines Gegners hatte Hoffmann im Parallelspiel nur im dritten Satz etwas entgegenzusetzen, die Niederlage gegen den Gäste-Einser war schlussendlich eine klare Angelegenheit. Nach einigen Startschwierigkeiten im ersten Satz drehte Briesen sein Auftakteinzel noch unter Zuhilfenahme eines kontrollierten Schupf-Block-Spiel-Systems (3:1) und hielt die Görlitzer auf Kurs. Das war auch nötig, da Eichberg mit der Variabilität von Donath nicht wirklich zurecht kam (0:3). Den Anschluss stellte danach das untere Paarkreuz her. Reimann folgte der Taktik aus dem Doppel 3. Er siegte klar und ohne Satzverlust (3:0). Nach einem spannenden ersten Durchgang (12:10) behielt auch Kahl die Oberhand und setzte sich gegen den offensiven Fünfer souverän durch (3:0). Diesen Sieg hat nicht jeder kommen sehen – Respekt!

Der zwischenzeitliche 4:5 Anschluss wurde gar in einen Punkte-Ausgleich umgewandelt, da es Neumann verstand, dem Spitzenspieler der Gäste überwiegend mehr den eigenen Rhythmus entgegenzustellen, als den vom Gegner aufdiktierten Spielstil anzunehmen (3:1). Hin und her ging es im zweiten Einzel von Hoffmann. Die Sätze drei und vier endeten jeweils, aber wechselseitig mit 11:1 Punkten. Tischtennis kann so verrückt sein. Leider war der Herwigsdorfer am Ende des entscheidenden Durchgangs der Glücklichere (2:3) und gewann damit auch das dritte und letzte Fünf-Satz-Spiel des Tages für seine Mannschaft. In Hagenwerder waren es noch die Görlitzer, die diese Abgezocktheit an den Tag legten. Schade war die danach folgende Gratulation an seinen Gegenüber, die Briesen vornahm. Dies lag vor allem da dran, dass der letzte Satz in Reichweite war und Briesen Satz vier deutlich führte. Doch mit zunehmender Satzdauer robbte sich der Gegner wieder heran und besiegelte die knappe 1:3 Niederlage Briesen´s. Sportlich schwere Kost gab es zumindest aus optischer Sicht im Vergleich beider Vierer zu verdauen, auch wenn es nun mal noch der derzeitige Spielstil von Eichberg ist. Die Resultate sprechen für ihn, auch wenn es den Ästheten des Tischtennissports mitunter zu viel ´Reingeschneide´ war und die Entlastung offensiver Natur vermehrt nicht zum Einsatz kam. Bei einem Zwischenstand von 6:7 waren die beiden Einzel im unteren Paarkreuz wie üblich ausschlaggebend, ob ein Punktspiel verloren geht und oder ob man mit einer Führung bzw. einem Rückstand das Entscheidungsdoppel spielen muss. Leider kam es zu letzteren. Reimann´s Rückschlagspiel war über die Dauer des lediglich drei Sätze gespielten Einzels schlicht nicht präzise genug, sodass er sofortig in die Defensive musste und dort dann nicht standhielt (0:3). Kahl wiederum sicherte uns erneut ohne Satzverlust einen weiteren, seinen zweiten und damit letzten Einzelpunkt des Spieltages (3:0).

Damit war ein 7:8 und Hintertreffen vor dem Entscheidungsdoppel fix und Erinnerungen an die zwei bisher in der Saison gespielten letzten Doppel wurden wach. Bis dato hatte man beide Entscheidungsdoppel verloren, das letzte erst in der vergangenen Woche. Gepaart mit den Erfahrungen aus dem ersten Doppel des Tages war die Anspannung groß. Doch Sportabteilungsleiter Hoffmann und Jugendwart Neumann hielten dem Stand, rückten zusammen und wurden von Punkt zu Punkt, Satz zu Satz immer mehr zu einer spielerischen Einheit. Selbst ein Fehlstart in Satz 4 und ein Rückstand von 1:7 Punkten ließ das Görlitzer Spitzendoppel nicht davon abbringen, die Fehlerquote auf Herwigsdorfer Seite ansteigen zu lassen. Besonders Niels Hoffmann seine Ruhe, Sicherheit im Platzierungs- und Blockspiel führten zum viel umjubelten 11:8, Vier-Satz-Sieg und letztlich zum 8:8 Unentschieden.

Die Dämme brachen. Die Freude auf Seiten der Neißestädter war sichtbar, spürbar, auch tränenreich. Es folgten Umarmungen und gegenseitige Wertschätzungen. Die mentale Stärke war wahrhaftig. Die körperliche Leidensfähigkeit als Resultat der letzten Wochen hält an, zumindest bis zum Hinrundenabschluss am zweiten Advent, wenn der aktuelle Tabellenführer mit Aufstiegsambitionen aus Neugersdorf begrüßt wird. Das Aufeinandertreffen fällt gewiss nicht leichter aus, und doch ist Team 3 zu jeder Zeit für Überraschungen gut – jederzeit und egal, woher die Gegner kommen.

Neumann 2.5 | Hoffmann 0.5 | Briesen 1.0 | Eichberg 1.0 | Reimann 1.0 | Kahl 2.0

Hitziges 8:8 Unentschieden im frostigen Fuchsbau
 
Es ist schon immer wieder erstaunlich, wie gut man sich nach Jahren in der TT-Szene auf Auswärtsaufgaben vorbereitet. Mit dem Wissen um den Wetterumschwung und die merkliche Abkühlung ab der Nacht von Freitag zum Samstag und Spieltag, den 19. November, beratschlagte man bereits eine halbe Woche vorher, lieber eine Trainingsjacke mehr einzupacken. Es sollte frischer werden als sonst üblich. Aber nein, die Spielbedingungen Vorort haben auch die erfahrensten Postsportler aus Görlitz nicht kommen sehen!
 
Bei Ankunft in der Spielstätte des SV Füchse Uhsmannsdorf um 13:00 Uhr zeigte das Heizungsanlagen-Thermostat im Vorraum der Sporthalle 8°C an, die Heizkörper wurden nur langsam warm. Im Innenraum der Sporthalle waren zu Beginn der Einspielzeit gerade einmal 10°C und ebenso bildlich nachweisbar, betrug die Temperatur zum Punktspielstart um 14:00 Uhr keine 11°C. Laut einem Gespräch unter den Gastgebern wurde die Heizung erst am späten Vormittag eingeschaltet bzw. entsprechend den Temperaturen versucht, die Einstellungen anzupassen. Schade, schließlich waren die Wettervorhersagen eindeutig. Auch hat Ostsachsen den tiefsten Winter noch gar nicht erreicht. Nach 4.25 Stunden Spielzeit betrug die Hallentemperatur 15°C.
 
Es war also angerichtet, auch wenn die Spielfähigkeit gemäß der WSO des DTTB und STTV mit der Version 09/2022, Abschnitt I - Mannschaftskämpfe im Punktspielbetrieb, Abs. 1.5 auch rückwirkend in Frage gestellt werden muss. Nein, sie wurden durch die Gastgeber schlicht nicht hergestellt und sollte im Sinne des Gesundheitsschutzes aller Aktiven eine höhere Priorität genießen, als die pure Aufrechterhaltung des Spielplans. Die Einspielphase vor und während des Punktspiels in Winterkleidung und Mütze antreten zu müssen, ist nicht nur ebenso regelwidrig, als dass die Gesamtumstände generell einen fairen Wettkampf ermöglichten. Die Gefahr und Angst, aufgrund einer an diesem Spieltag auftretenden Verletzung mindestens die zwei noch zu absolvierenden Partien der Hinserie zu verpassen, war schlicht zu groß. Ein Postler, der sich wie alle bewusst und in der Halle verteilt vor einen Heizkörper setzte, hatte gar vor Kälte blass-blaue Hände. Aufgrund der Schilderungen zu den Gesamtumständen wird sich der nachfolgende sportliche Teil des Berichts wie das Punktspiel verhalten: wert- und gegenstandslos.
 
Mit 1:3 Doppelpartien in Summe blieben die Görlitzer hinter den Erwartungen zurück. Leider vermochte es das dritte Görlitzer Doppel Reimann/Kahl nicht so recht, die 2:0 Satzführung nach Hause zu bringen und für eine erstmalige Führung zu sorgen (2:3). Doppel 2 errang zumindest den ersten Satz (1:3) und das Görlitzer Doppel 1 drehte einen 1:2 Satzrückstand zum 3:2 Sieg, auch unter der Zuhilfenahme von einer fast zweistelligen Zahl an Netz- und Kantenbällen.
 
Neumann erspielte seinen Görlitzern rückblickend zwei wichtige Siege zum schlussendlichen Unentschieden. Gegen zwei am dem Tage gut aufgelegte Uhsmannsdorfer musste er beide Male über die volle Distanz gehen (3:2 ; 3:2). Hoffmann empfand die Gesamtumstände zurecht als völlig inakzeptabel. Er habe nicht regulär spielen können. Er war völlig durchgefroren und hatte Angst, sich zu verletzen. Verübeln kann man ihm seine Ergebnisse nicht (1:3 ; 0:3). Das mittlere Görlitzer Paarkreuz avancierte zum Prunkstück des Tages, da alle vier Partien siegreich gestaltet werden konnten. Briesen brachte zweimal erfolgreich eine 2:1 Satzführung im fünften Satz nach Hause (3:2 ; 3:2). Eichberg dominierte sein erstes Tageseinzel (3:0), um sich das zweite dann kämpferisch, und nach 1:2 Satzrückstand noch laut umjubelt in der Verlängerung, an sich zu reißen. Reimann unterlag ein Stück weit erwartungsgemäß im Spiel 1 (0:3) und zeigte im zweiten Einzel dann noch eine kämpferisch ansprechende Leistung. Sein Gegenüber erwies sich als der bissigere Fuchs (2:3) und zog das Match für die Gastgeber. Entgegen gesetzt agierte der fortlaufend im Trainingsanzug spielende Kahl. Er erwies sich als der ausdauernd sicherere Akteur in Einzelrunde 1 (3:1) und unterlag nach großer Gegenwehr, sowie zwischenzeitlichen Satzausgleich, im letzten Einzel des Tages mit 9:11 im Entscheidungssatz (2:3). Mit 6:3 Siegen aus den Fünf-Satz-Matches, zwei davon 12:10, waren die Görlitzer die griffigere Mannschaft, wenn es darauf ankam. Und doch fehlte ihnen ein Einzel oder das eingangs verlorene Doppel 3 zum doppelten Punktgewinn, da das den Punktspieltag abschließende Entscheidungsdoppel zwischen den beiden Spitzenpaarungen eine deutliche Angelegenheit für die Gastgeber sein sollte (0:3).
 
In der Rolle des Außenseiters hoffen wir jetzt, am Sonntag den Aufstiegsaspiranten in voller Mannschaftsstärke empfangen zu dürfen. Stand jetzt wackeln mindestens zwei, voraussichtlich sogar drei Stammspieler. Es kann nur heißen auszukurieren, die ersten grippeähnlichen Symptome zu bekämpfen und gegen die Schmerzen in Schulter-, Rumpf- und Hüftpartien ausreichend Schmerzgel und Physiotherapie in Anspruch nehmen zu dürfen. Andernfalls sieht es dünn aus. Gut Schlag!
 
Neumann 2.5 | Hoffmann 0.5 | Briesen 2.0 | Eichberg 2.0 | Reimann | Kahl 1.0

Überzeugender 11:4 Auswärtssieg im Derby

 

Nach drei Niederlagen zum Start in die Saison glich man am Wochenende das Punkteverhältnis erstmals aus. Mit 6:6 Punkten ist die dritte Vertretung des Postsportvereins Görlitz samt Mannschaftsleiter Silvio Reimann im Tabellenmittelfeld angekommen. Ziel der für den sechsten Spieltag angesetzten Auswärtsfahrt war Hagenwerder. Der heimische Tischtennisschulverein in den Farben Blau-Weiß startete erstmals und ohne Spiele gesundheitsbedingt abzuschenken in Bestbesetzung. Es deutete sich also eine große Aufgabe an, welche die Görlitzer genauso auch erwarteten und sportlich annahmen.

 

Die neu formierten Doppel hielten dem eigenen Anspruch stand, ließen die Postler mit 2:1 in Führung gehen. Neumann/Hoffmann hatten ihre Partie im Griff und bogen spätestens nach angepasster Aufschlagannahme in die Siegerstraße ein (3:1). Briesen/Eichberg haderten drei Sätze lang erfolglos mit dem Rückhandbelag eines Spielers aus dem Süden der Stadt Görlitz und unterlagen klar (0:3). Eine fantastische Leistung und Mischung aus Abwehr-, Störeffekt- und effektives Angriffsspiel zeigten Reimann/Kahl auf, die das frühere Spitzendoppel aus Hagenwerder ohne Satzverlust auf die Bank zurückschickten (3:0). Apropos Bank, auf das Doppel 3 ist in der laufenden Spielzeit Verlass.

 

Hoffmann ließ sich im ersten Einzel des Tages nicht vom zwischenzeitlichen Satzausgleich beeindrucken. Gegen den Spitzenspieler der Gastgeber setzte es einen 3:1 Sieg. Neumann hatte keinerlei Probleme mit der Nummer 2 (3:0) und baute die Führung auf 4:1 aus. Nachdem Eichberg bereits kämpferisch seine 2:0 Satzführung erspielte, um sich am Ende doch noch im Entscheidungssatz wiederzufinden, besann er sich auf seine technischen Fähigkeiten, folgte den Instruktionen einer früh im Satz gewählten Auszeit, um den letzten Satz sicher mit 11:8 nach Hause zu bringen (3:2). Das war sehr nervenstark! Briesen (1:3) und Kahl (0:3) standen aus unterschiedlichen Gründen in ihren, die erste Einzelrunde abschließenden, Partien auf verlorenen Posten. Der Anschluss der Hagenwerderaner zum zwischenzeitlichen 5:3 war damit zwar wieder hergestellt, doch tat dies dem Gesamtvorhaben keinen Abbruch. Der Görlitzer Reimann legte in einer Überzeugung nach, wie vielleicht noch nie in dieser Saison. Trotz des Satzausgleichs zum 2:2 folgte der Kapitän nur dem einen, aber richtungsweisenden Hinweis seines Betreuers und dichtete den fünften Satz mit 11:6 ab (3:2). Zwischenstand 6:3.

 

Vier von sechs Partien, die am Samstag alle samt an die Görlitzer gingen sollten, wurden in der zweiten Einzelrunde gespielt. Um den Druck auf die eigenen Mitspieler so maximal wie möglich zu minimieren, ließ Neumann im Einser-Duell rein gar nichts anbrennen (3:0). Hoffmann überließ dem vermeintlichen Abwehr-Ass der Gastgeber mehr und mehr das Angriffspiel, ehe er selbst wieder mehr die Initiative ergriff und mit 3:2 Sätzen bereits schon das im Vorfeld als Minimalziel ausgelobte Unentschieden einfuhr. Fast deckungsgleich vom Spielverlauf agierten Briesen und Eichberg, wobei Ersterer sich mehr auf seinen den Endschlag vorbereitenden Topspin konzentrieren musste. Eichberg hingegen wurde fortlaufend ermutigt, frühere Schlagtechniken ins Archiv zu verbannen. Mithilfe besserer Beinarbeit und dem Vertrauen in die eigene Stärke offenbarte er schlussendlich seine aus den Trainingszeiten bekannten, beiderseitig technisch versierten Offensivschläge. Zwei Spiele im mittleren Paarkreuz mit 3:2 zu gewinnen, ließ die Postler nicht nur den Tageserfolg feiern, sondern auch überraschend hoch in Führung gehen. Reimann musste im vorletzten Einzel dem wohl besten Blau-Weißen an diesem Tag und nach einer ansprechenden Partie im unteren Paarkreuz zum Sieg gratulieren (1:3). Und wie sollte es auch anders sein, war es mit Kahl im 15. Spiel wieder ein Görlitzer Akteur, der sich nach fünf Durchgängen den Sieg sicherte (3:2).

 

Der 11:4 Auswärtssieg stand in den Büchern, sechs gewonnene Fünf-Satz-Matches ebenso, wobei keiner knapper als 11:8 enden sollte. Erfahrenheit, Abgebrühtheit oder doch, die an diesem Wochenende eine spielerische Klasse besser – das darf sich ausgesucht werden, je nach Blickwinkel. Den Görlitzern war es egal, das Tabellenende wurde unlängst verlassen und mit breiter Brust schaute man auf die Aufgaben der Folgewochen bis zur Winterpause. Und was könnte schöner sein, als mit einem Rudel grauer Füchse, den Fuchsbau in Uhsmannsdorf aufzusuchen? Man ist im Soll! Also warum sollte man nicht nachlegen?

 

Neumann 2.5 | Hoffmann 2.5 | Briesen 1.0 | Eichberg 2.0 | Reimann 1.5 | Kahl 1.5

Überzeugender 10:5 Heimerfolg zum Bergfest der Hinrunde
 
Am fünften Spieltag, der damit zu einem Viertel absolvierten Spielzeit 22/23, empfingen die Spieler der dritten Mannschaft des Post SV Görlitz e. V. den aktuellen Tabellenletzten TSV 1859 Wehrsdorf. Währenddessen die Gäste in Bestbesetzung anreisten, sprang für die Postler dankenswerter Karoly Varga ein, der den an den Kreiseinzelmeisterschaften teilnehmenden Kevin Eichberg vertrat.
 
Aufgrund der gezeigten Leistungen im Doppel gegen Bautzen, ließen wir Briesen / Varga abermals an Doppel 2 platziert ins Rennen gehen. Diesmal unterlag man aber knapp (2:3). Das, sich aus diesem Grund selbst aufgestellte, Doppel 1 Neumann / Hoffmann harmonierte sehr gut, überzog lediglich im zweiten Durchgang ein wenig, aber punktete am Ende doch sicher zum Ausgleich (3:1). Unsere sicherste Doppelpaarung an Position 3 spielend, Reimann / Kahl, unterstrich die aktuelle Form und benötigte für ihren Drei-Satz-Erfolg nicht viel Zeit. Somit ging Görlitz zum dritten Mal nach Weißwasser und Bautzen, nun auch gegen Wehrsdorf mit einer 2:1 Führung aus den Doppeln in die Einzelrunde. Darauf lässt sich aufbauen.
 
Die Einzelspiele begannen mit einer Punkteteilung. Neumann hatte keinerlei Herausforderungen mit der Spielanlage seines Gegenübers, maximal mit seiner in Teilen fehlenden Einstellung (3:0). Hoffmann startete furios, ließ sich aber trotz einer verheißungsvollen Führung in Satz 2 noch die Butter vom Brot nehmen. Die Beinarbeit des jungen Gäste-Einsers war schlicht zu gut, die Abwehr stand und doch fanden immer weniger Konter-Paradeschläge das Ziel (1:3). Briesen legte sogleich nach, brauchte aber nach dem Verlust des dritten Satzes eine rückblickend wegweisende Instruktion vom Mitspieler Hoffmann, die zum klaren Viersatzsieg führen sollte (3:1). Mit sich und seinem Spiel im Reinen ließ auch Reimann nichts anbrennen und hielt die Wehrsdorfer Nummer 3 klar auf Abstand (3:0). Der frisch gebackene Fünftplatzierte beim Landesranglistenturnier der Senioren Ü70 und seit sechs Einzelpartien ungeschlagene Postler Kahl, baute auch am gestrigen Sonntag seine Erfolgsserie weiter aus – so viel sei schon einmal vorweg genommen (3:0). Der als Ersatz zum Einsatz kommende Varga hatte mit Ausnahme des zweiten Satzes ein ziemlich klares Nachsehen (1:3), was aber den Abschluss der ersten Einzelrunde nicht trüben sollte. Zwischenstand: 6:3
 
Im Duell der Spitzenspieler durfte Neumann seine Routine und etwas größere Erfahrung in die Waagschale werfen. Der Spätzünder rettete Satz 1 nach einem deutlichen Rückstand noch für sich (11:9), bevor Satz 2 eine klare Sache für den Görlitzer wurde (11:3). Von nun an aber ging der berüchtigte Faden verloren. Andere meinten, es sei die Qualität im Aufschlag-, Rückschlagspiel gewesen. Der überaus faire und angenehme Tank, Erwin brachte sein Spiel durch und glich in den Sätzen aus. Neumann musste nicht nur Sensationsbälle des Wehrsdorfers schlucken. Nein, er musste vor allem all seine Konzentration zusammen nehmen, sowie auch eine letztlich das Spiel entscheidende Auszeit nach 1:4 im Entscheidungssatz. Wie im Flow ließ er danach noch drei Punkte zu und errang nach harter Arbeit einen 3:2 Erfolg für seine Mannschaft. Der Post Abteilungsleiter Hoffmann belohnte sich in seiner zweiten Partie und fuhr routiniert mit sicheren und dem Regelwerk entsprechenden Aufschlägen einen schönen Viersatzsieg ein. Dass Tischtennis verrückt ist und auch etwas für Verrückte, offenbarte die zweite Partie von Briesen. Mit 11:9 und 9:1 führte die Görlitzer Nummer 3, bis sein Gegner den zweiten Satz noch drehte (9:11) und damit die Selbstsicherheit von Briesen ins Wanken brachte (1:3). Der Wehrsdorfer traf aber auch wirklich alles und das mit der gehörigen Schlaghärte. Wahnsinn, aber auch das ist Tischtennis. Kahl legte weniger spektakulär nach (3:0). Und auch Reimann blieb sich und seiner derzeitigen Form treu, agierte ruhig und fokussiert. Das ist das Rezept, um sich selbst aus einer kolportierten Formkrise rauszuziehen. Der 3:1 Sieg war ein sehr verdienter Moment und basiert auf einem immer besseren Rhythmus aus Training und Wettkampf. Nachdem alles entschieden und der dritten Vertretung aus Görlitz der Sieg nicht mehr zu nehmen war, folgte das wohl spannendste Match des Tages. Ein Hin und Her, eine 2:1 Satzführung, ein Wettmachen eines hohen Rückstandes im letzten Satz – hier wurde den anwesenden Aktiven und Spielerfrauen aus Wehrsdorf alles geboten. Am Ende musste der Postsportler Varga dem Gast zum 10:12 Sieg gratulieren, ohne sich mit Blick auf die kämpferische Leistung auch nur einen Vorwurf zu machen.
 
Der Heimsieg mit 10:5 Punkten fiel auch in der Höhe korrekt aus und ließ zufriedene Postsportler auf die Befreiung aus dem Tabellenkeller blicken. Jeder Stammspieler steuerte seinen Teil zum zweiten Saisonsieg bei. Von nun an heißt es im November gesund zu bleiben und die wöchentlichen Aufgaben von Spiel zu Spiel anzugehen. Das Lokalderby in Hagenwerder hat immer einen besonderen Reiz. Zu diesem führt die anstehende Auswärtsfahrt am 12. November. Man trifft auf bekannte Namen und Gesichter. Der letzte Vergleich endete knapp zu Gunsten des Postsportvereins, sodass ein Unentschieden das Minimalziel darstellen sollte.
 
Neumann 2.5 | Hoffmann 1.5 | Briesen 1.0 | Reimann 2.5 | Kahl 2.5 | Varga

11:4 Heimerfolg – Post III. stellt Anschluss an das Tabellenmittelfeld her

 

Endlich nun durften wir an einem schönen Sonntagmorgen zu unserer Lieblingszeit 10:00 Uhr in heimischer Halle aufschlagen. Zum vierten Spiel der sich noch im ersten Drittel befindlichen Saison empfingen wir mit der dritten Vertretung des MSV Bautzen 04 jene Mannschaft, die es in den Vorjahren als reines Nachwuchsteam sukzessive geschafft hat, im Herrenbereich unseres Spielbezirks Fuß zu fassen. Unterstützt durch erfahrene Bautzener Trainer, Betreuer und Spieler wuchs hier etwas zusammen, auf das unsere Gäste stolz sein können. Wir sind es jedenfalls und blicken begeistert ´gen Westen. Unsere Gäste reisten ohne ihr oberes Paarkreuz an. Leider mussten auch wir teilweise umplanen, da sich zu Beginn des Einspielens und bereits nach wenigen Ballwechseln es erneut Neumann war, der sich eine Muskelverletzung zuzog. Nach einem kurzen Telefonat sprang Karoly Varga für die in der Bewegung intensiveren Doppelpartien ein und wusste nach 5-minütiger Einspielzeit komplett zu überzeugen. Respekt und herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung.

 

Er war es nämlich, der an der Seite des hervorragend treffenden Briesen das Einser-Doppel der Gäste nach 5 Sätzen niederrang und dabei gewohnt unorthodox und doch befreiend aggressiv aufspielte. Weniger frei und ein Stück weit gehemmt, verpassten es Hoffmann/Eichberg als unser Einser-Doppel ihren jüngeren Gegnern Einhalt zu gebieten (0:3). Auch wenn die Sätze zwei und drei jeweils mit nur zwei Pünktchen verloren gingen, so hatte man an dem Tag nicht die benötigte Schlag- und Treffsicherheit im Doppel, um etwas Zählbares daraus mitzunehmen. Anders unser bislang noch ungeschlagenes Doppel 3 – Reimann/Kahl manifestierten in gewohnt routinierter Manier (3:0) die erste Führung des Tages. Zwischenstand 2:1 nach den Doppeln.

 

Von seiner Verletzung sichtbar beeinträchtigt, gratulierte Neumann schnell zum 0:3. Anders trat Hoffmann auf, der gegen den Bautzener Kapitän mit 2:0 Satzführung schon fast wie der sichere Sieger aussah. Doch es kam anders, da es sein Kontrahent mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr verstand, aus einer soliden Ballonabwehr stets einen Ball mehr auf den Tisch zurück zu spielen und so den Satzausgleich herstellen konnte. Der Entscheidungssatz war ein sensationelles Spiel beider Akteure. Doch leider zog der Postler den Kürzeren und verlor unglücklich mit 9:11 (2:3). Briesen gurkte sich darauf folgend gegen einen keinesfalls Noppenspezialisten zu einem 3:1 Erfolg, sodass Eichbergs überzeugender Sieg am Paralleltisch fast zeitgleich eingefahren wurde (3:0). Mit nur 12 abgegebenen kleinen Punkten unterstrich er seine ansteigende Form und Trainingsleistungen. Mit dem Wissen um die Ausgeglichenheit im oberen Paarkreuz kamen den nun folgenden zwei Spielen im unteren Paarkreuz eine ganz besondere Bedeutung zu. Schlussendlich war es rückblickend genau die Phase, die uns den Bautzener Senf anrührten ließen, uns aber auch gehörig ins Schwitzen brachten. Mit Capitano Reimann seinem Comeback gegen einen stilistisch, offensiv hervorragenden Sechser war nicht so unbedingt zu rechnen. Doch er selbst war es, der sich nach einem 0:2 Satzrückstand (9:11, 11:13) aus der Misere zog und mit einem sich frenetisch für ihn freuenden Publikum das Einzel gaaaaaanz hinten noch als 3:2 Sieg verbuchte (3x 11:9). Genauso umkämpft und doch ein Stück weit abgebrühter baute mit Kahl der zweite graue Fuchs innerhalb weniger Minuten unsere Führung aus. Sein 3:2 Erfolg bescherte uns einen zwischenzeitlichen 6:3 Vorsprung.

 

Es wirkte fast so, als wäre das Ende der ersten Einzelrunde ein Weckruf für die Postler gewesen. Denn, sowohl der angeschlagene und keinesfalls trittsichere Neumann, als auch der offen mit- und glänzend aufspielende Hoffmann blieben bissig und wollten sich keinesfalls geschlagen geben. Glücklicherweise gelang dies Neumann im Duell der Einser mit teils langatmigen Konterschlägen und aus der Halbdistanz retournierten Bautzener Rückhandtopspins. Ein Leckerbissen war dieser 3:2 Sieg nicht – aber nicht unwichtig! Das Glück des Tüchtigen hatte der am Spieltag wohl beste Bautzener Jungspund Güttler im Entscheidungssatz gegen Hoffmann. Gleich dreimal schwer oder nicht zu parierende ´Masselbälle´ im letzten Satz ausgleichen zu müssen, stellte sich als eine zu große Hürde dar. Hoffmann verlor auch sein zweites Spiel 2:3, sollte sich und seine derzeitige Form aber keinesfalls selbst hinterfragen. Das Team 3 steht ihm zur Seite und die Ergebnisse stellen sich gewiss auch ganz bald wieder ein. Das war es jetzt allerdings auch mit dem Aufbäumen der Gastmannschaft. Briesen und Eichberg rissen beide etwas angespannt, aber erfolgreich ihre Matches an sich (jeweils 3:1), ohne dabei zu glänzen. Das Pferd und so … . Ähnlich hielten es wohl auch Reimann und Kahl, die gänzlich ohne Satzverlust (jeweils 3:0) und demnach abgebrüht den 11:4 Heimspiel- und folgerichtig ersten Saisonsieg abdichteten.

 

Der Anschluss an das Tabellenmittelfeld ist, durch den dringend notwendig gewesenen Sieg gegen einen direkten Kontrahenten um den Klassenerhalt, wichtig gewesen. Ausbauen wollen wir die Serie am 06. November gegen den Aufsteiger aus Wehrsdorf. Die Ergebnisse lassen auch hier auf keinen einfachen Spielverlauf schließen, da die Wehrsdorfer bereits selbst nur zweimal knapp mit 7:9 an ihrem ersten Punktgewinn vorbeischrammten. Wir sind also vorgewarnt! Mit der sonntäglichen Unterstützung zahlreicher Zuschauer wollen wir jedoch den zweiten Heimsieg einfahren und werden bis dahin mental und körperlich alles dafür tun, um eine schlagkräftige Truppe aufzubieten.

 

Neumann 1.0 | Hoffmann | Briesen 2.5 | Eichberg 2.0 | Reimann 2.5 | Kahl 2.5 | Varga 0.5

Es war schon mal kälter auf dem Horken – Hitziges Duell in Kittlitz
 
So viel sei vorweg genommen, wir haben den Hattrick eingefahren und wie prognostiziert die dritte Niederlage im dritten Spiel verdauen müssen. Wir wussten um die Herausforderungen zum Saisonstart, traten wir doch dreimal in Folge auswärts und zumindest gegen zwei direkte Aufstiegsaspiranten an. Hätte, hätte … Fahrradkette, wir lassen uns nicht entmutigen und bewahren uns unseren Optimismus. Warum? Weil die gezeigte Leistung in einem zu jeder Zeit fairem Punktspiel gegen die Gastgeber, dem SV Horken Kittlitz, aufhorchen ließ und uns frohen Mutes stimmte.
 
Wie ausgeglichen die Partie war, zeigte sich in der Endabrechnung. Zwar unterlagen wir mit 6:9, errangen aber 9 mehr gespielte Ballpunkte (547:538). Auch bei der Satzausbeute waren wir nur vier Zähler entfernt (26:30). Wie dem Kittlitzer Spielbericht zu entnehmen war, ging es aus Sicht der Gastgeber „gerade nochmal gut! Die Kittlitzer zeigten bei diesem Spiel aber auch endlich mal wieder etwas Abgeklärtheit: von 15 Satzverlängerungen holten sie sich zehn.“ Aus Görlitzer Sicht fasst man zusammen, wir waren dran – und doch noch immer nicht schlagkräftig genug. Die Formkurve zeigte jedoch stark nach oben!
 
Die Doppelrunde verlief leider wie im vorherigen Spiel. Wir lagen schnell 1:2 in Rückstand, denn nur unsere derzeit verlässlichste Paarung hielt für uns den Anschluss aufrecht. In drei schnellen Sätzen gewannen Reimann/Kahl (3:0). Neumann/Briesen waren abermals nicht heiß genug und speziell Ersterer spielte unglaubliche, weil schlechte, Rückschläge in den entscheidenden und engen Satzsituationen (1:3). Das sehr gut miteinander harmonierende Doppel Hoffmann/Eichberg hielt gegen das Gebrüder-Paar sehr gut mit, verlor aber dennoch (1:3).
 
Hoffmann durfte als Erster ran, musste leider aber auch die spielerische Überlegenheit des Kittlitzer Einsers anerkennen (1:3). Der mit schlimmen Kopfschmerzen geplagte Neumann spielte sich nach dem Doppel so langsam frei und wusste sich doch nicht zu konzentrieren. Gleichwohl stand ein 0:2 (11:13, 10:12) auf dem Zählgerät. Beim 6:9 in Satz drei nahm er noch eine Auszeit, die prompt im 7:10 mündete. Das Spiel war durch, bis sein Kontrahent anfing nachzudenken und in Summe der Partie gleich ACHT Matchbälle nicht nutzen wollte. Neumann drehte Satz 3 (15:13), dominierte den vierten Durchgang und war trotz erneuter Matchbälle gegen sich in Satz 5 der Glücklichere (3:2, 13:11). Statt einem 1:5 Rückstand hinterherlaufen zu müssen, denn Eichberg hatte den Gastgeber-Dreier so ziemlich dort wo er ihn haben wollte, verlor aber ärgerlicherweise jeden der drei Durchgänge (0:3) mit jeweils nur zwei Pünktchen Differenz, stand es noch 2:4 insgesamt. Und die Görlitzer drehten die Partie jetzt völlig. Der Postler Briesen mit seinem wohl überzeugendsten Einzel der bisherigen Spielzeit gegen den Kittlitzer-Abwehrrecken (3:0) und auch Reimann ohne Mühe gegen den aufgerückten Sechser (3:0). Dass dann Kahl trotz Satzrückstand noch taktisch herausragend spielend, sein Match gegen den am Tag sehr gut aufgelegten Fünfer drehte (3:1), ließ uns ein bisschen hoffen und „Kittlitz plötzlich zurückliegen. So langsam machte sich Unruhe breit.“ 5:4 Zwischenstand.
 
Doch die Görlitzer Hoffnung wurde schnell wieder eingefangen. Neumann verstand es, dem Gegenspieler seinen Spielstil aufzudrücken, doch war nicht griffig genug, daraus Kapital zu schlagen (1:3). Noch unglücklicher verlief das Spiel am Nebentisch. Hoffmann, der in dieser Saison nicht nur spielerisch, sondern auch abseits des Tisches zu einem geschätzten Mitglied der dritten Mannschaft geworden ist, verbuchte leider nicht zwei klare Führungen der ersten beiden Sätze (8:4, 9:5) für sich. Stattdessen lag er 0:2 in Rückstand (10:12, 10:12), ackerte noch einmal aufopferungsvoll und kämpfte sich heran. Im bereits vierten Durchgang war er es, der einen 5-Punkte-Rückstand ausgleichen konnte (9:9), um im Anschluss ein Schuss-Duell nach Kittlitz abzugeben (2:3). Briesen verlor daraufhin schnell (0:3) und Eichberg spielte wiederholt stark mit. Noch nicht ganz soll es mit dem Pflücken der etwas höher hängenden Trauben im mittleren Paarkreuz klappen (1:3), doch sind die Finger stets dran. Kopf hoch, Lehren daraus ziehen und die Mobilität weiter steigern – Eichberg´s Zeit wird kommen! Inzwischen führten die Gastgeber mit 8:5 und doch war das Entscheidungsdoppel mit Blick auf ein mögliches Unentschieden in Reichweite. Reimann führte selbstbewusst und treffsicher mit 2:0 Sätzen und wollte im Durchgang drei den Sack zumachen. Er überpacete (7:11), sodass es einen Tick zu schnell nur noch 2:1 stand. Satz vier war dann ausschlaggebend für den weiteren Spielverlauf. Die umkämpfte Verlängerung (11:13) brachte den Kittlitzer, nach einem aus der Bedrängnis gespielten Diagonal-Topspin auf die letzte Ecke der Görlitzer-Vorhand-Seite, die Wendung und unseren Capitano um den Schlaf. Er haderte von nun an zu viel mit sich und dem Match-Verlauf, verlor den berüchtigten Faden und musste schließlich die Niederlage akzeptieren (2:3). Da half der Anschlusspunkt von Kahl (3:0) am Ende leider auch nichts mehr.
 
Die 6:9 Niederlage basierte wie schon eingangs beschrieben, auf einer soliden und sich weiter steigernden Performance als gesamte Mannschaft. Den überaus freundlichen Gastgebern wünschen wir ganz herzlich alles Gute und viel Erfolg für den direkten Wiederaufstieg. Wir ruhen uns jetzt nicht aus – im Gegenteil! Wir werden die Trainingseinheiten wahrnehmen und vor allem an den Doppeln arbeiten. Am Sonntag in zwei Wochen empfangen wir die ebenso dritte Vertretung aus Bautzen. Die Senfstädter müssen uns gar nicht erst schön einheizen. Denn keine Bange, wir ziehen uns warm an! Es ist Zeit, die Trendwende einzuleiten.
 
Neumann 1.0 | Hoffmann | Briesen 1.0 | Eichberg | Reimann 1.5 | Kahl 2.5
Post III: Zweites Spiel, zweite Auswärtsniederlage in Niesky
 
Dass das Auftaktprogramm kein einfaches sein wird, erahnte man bereits vor dem Start der Saison. Drei Auswärtsspiele zum Saisonbeginn, dabei gleich zwei gegen die Absteiger aus der 1. Bezirksliga (Kittlitz folgt am 24. September) und das gestrige in Niesky, sind alles andere als angenehm und nur mit großen Optimismus zu bespielen. Mit dieser positiven Einstellung fuhren wir nun zur 20km weit entfernten Heimspielstätte des TTV Niesky und waren an sich guter Dinge. Ein Unentschieden sollte es werden, man prognostizierte auch einen Sieg. Doch es sollte anders kommen. Niesky mit neuen Gesichtern und wie wir in Bestbesetzung aufgestellt. Wie schon in Weißwasser begrüßte das Heim-Team am Sonntagmorgen zahlreiche Besucher, wobei die Fachkunde im Norden des Landkreises ausgeprägter war. Sei es drum, der Stimmung tat das keinen Abbruch – im Gegenteil!
 
Die Doppelpartien zu Beginn des letztlich 3:45h andauernden Punktspieles verliefen nicht nach Plan. Doppel 1 Neumann / Briesen war gefühlt mit nur einem Spieler am Tisch und zurecht mit 0:3 unterlegen. Toll hingegen spielte das Doppel 2 Hoffmann / Eichberg, was letztlich sehr unglücklich im fünften Satz (10:12) gegen das Spitzendoppel der Gastgeber unterlegen war. Nach einem Fehlstart im Satz 1 drehte das dritte Doppel Reimann / Kahl die Partie zu ihren Gunsten (3:1) und wendete den kompletten Fehlstart gerade noch ab. 1:2 Zwischenstand.
 
Die ersten Einzelrunde endete 3:3 und somit ausgeglichen. Den Postlern gelang es nicht, den Spielstand umzudrehen. Niesky hielt stark dagegen, was allein die Anzahl der 5-Satz-Spiele in gleich vier Partien des mittleren und unteren Paarkreuzes unterstrich. Hoffmann führte 1:0 und 10:8 in Satz 2 und musste sich doch noch geschlagen geben (1:3). Schade, da war mehr drin. In einer, noch in den ersten zwei Durchgängen, knappen Partie setze sich Neumann dann ohne Satzverlust durch (3:0). Eichberg fand zu spät in sein erstes Tageseinzel (0:2) und brachte den letzten Satz nach 10:7 Führung und trotz eigener Auszeit bei 10:8 Führung nicht nach Hause (2:3, 10:12). Briesen errang parallel gegen seinen Gegenspieler nach 1:2 Sätzen noch einen Fünfsatzsieg (3:2), wobei Kahl im unteren Paarkreuz einen 2:0 Satzvorsprung noch aus der Hand gab (2:3). Und als wenn das nicht schon genug für das Nervenkostüm einiger Anwesenden war, so bekam auch Reimann noch, nach doppelter Satzführung – wie sollte es auch anders sein - , seine zittrige Schlaghand im fünften Satz in den Griff (3:2) und stellte den Anschluss wieder her. 4:5 Rückstand aus Görlitzer Sicht.
 
Der zumindest kurzzeitige Führungswechsel gelang den Postlern dann durch zwei Einzelerfolge im oberen Paarkreuz. Nachdem Neumann in Satz 1, während der Satzpause und beim Start des zweiten Satzes die Ausführung der Aufschläge des NY´er Spitzenspielers beanstandete (Ballwurf nicht entsprechend des Regelwerks, lediglich aus der Hand gespielt) und den Tischschiedsrichter bat, einen Oberschiedsrichter die Partie leiten zu lassen, verließ die Nummer 1 des Gastgebers den Tisch und gab die Partie nach Görlitz (3:1). Hoffmann wusste in seinem zweiten Einzel erst einmal gar nicht, wie ihm geschah. Der hohen Satzniederlage folgte ein 0:5 Rückstand im zweiten Satz. Doch Hoffmann besann sich auf seine Spielstärke, behielt die Nerven, holte sich noch Satz 2 (11:9) und letztlich in einem Spiel voller Klasse-Ballwechseln seinen verdienten Einzelerfolg (3:1). Unser mittleres Paarkreuz machte es wiederum spannend. Es schien nicht der Tag von Briesen zu sein, der leider eine 2:0 Führung nicht in einen Sieg umwandeln konnte. Diese 2:3 Niederlage kam etwas unverhofft, sodass das ansehnliche Einzel der beiden Vierer und Eichberg´s nervenstarker 3:2 Sieg gerade richtig kam. Das war toller Tischtennissport von zwei tollen Sportlern. Die 7:6 Führung im Rücken sollte uns ein Unentschieden ermöglichen, doch falsch gedacht. Mit zwei Post-Niederlagen im unteren Paarkreuz drehte die Heimmannschaft abermals das Match zu ihrem Vorteil und ließ Görlitz mit einem 7:8 ins Entscheidungsdoppel gehen.
 
Das Görlitzer Spitzendoppel startete mit viel Spielglück und einem 1:0 Satzvorsprung in die Partien und entschied sich im Anschluss, die Partie ohne sportlichen Mehrwert an die verdienten Sieger aus Niesky zu Ende zu spielen. Wir gratulierten fair zum 9:7 Punktspielsieg der Nieskyer Sportfreunde und wünschen vorausblickend gute Besserung. Niemand sollte die Gesundheit über den sportlichen Erfolg stellen. Auch wenn Görlitzer Spieler schon das eine oder andere mal mit körperlichen Einschränkungen ihre Partien zu Ende spielten, so fühlte sich das letzte und entscheidende Doppel in Niesky für uns nicht gut an.
 
Die Saison ist hoffentlich noch eine lange und wir werden ungleich des zu erwartenden Ergebnisses in Kittlitz nicht verzagen. Ein Fehlstart beginnt nur im Kopf! Unser Fuchsschwanz ist grauer geworden, und nach der Herbstpause finden auch wir unseren Biss wieder.
 
Neumann 2.0 ; Hoffmann 1.0 ; Briesen 1.0 ; Eichberg 1.0 ; Reimann 1.5 ; Kahl 0.5
Auftaktniederlage in Weißwasser
 
Zum ersten Punktspiel der Saison 22/23 fuhr die dritte Herrenmannschaft zu den Tischtennisfreunden nach Weißwasser, die sich im Vorjahr dazu entschlossen haben, den Rückzug in die 2. Bezirksliga anzutreten. Auch im Norden des Landkreises stehen die Zeichen klar und deutlich erkennbar auf Nachwuchsförderung. Da wir selbst nur sehr knapp am vermeintlichen Sensationsaufstieg vorbei schrammten, hätte man meinen können, alles würde auf eine spannende Partie hinauslaufen. Dem war aber nur punktuell so.
 
Niels Hoffmann half in der Sachsenliga-Reserve aus, sodass Bernd Schubert ins Team rückte. Die Doppel stellten sich demnach schon fast von alleine auf. Doppel 1 Neumann/Briesen erwischte einen Kaltstart und brauchte bei 0:2 und 7:8 die so dringende Auszeit und Adrenalinzündung, um noch 3:2 zu gewinnen. Doppel 2 Eichberg/Schubert war gegen das Einser-Doppel der Gastgeber chancenlos (0:3) und Doppel 3 Reimann/Kahl ließ ohne zu glänzen nichts anbrennen (3:1). Soweit so gut, eine 2:1 Führung nach den Doppeln war das Ziel, zumal der Weißwasseraner Spitzenspieler aus beruflichen Gründen erst in den Einzeln zum Schläger greifen konnte.
 
Die erste Einzelrunde ist schnell erzählt. Lediglich Joachim Kahl steuerte den ersten Einzelpunkt dazu. Maximal noch konnten Neumann gegen Marschall und Schubert gegen Zach etwas mithalten, jedoch unterlagen auch die beiden in ihren Einzelpartien (jeweils 2:3). Der Zwischenstand von 3:6 aus unserer Sicht ließ nichts Gutes erhoffen - auch fehlte der Glaube daran. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die maximal blau leuchtenden Tische taten ihr Übriges dazu. Man könnte es auch simpler zusammenfassen, Weißwasser war an diesem Tage schlicht die bessere Mannschaft!
 
Nur zwei knappe Spielgewinne in der ´zweiten Halbzeit´ waren uns noch vergönnt. Im vielleicht ansehnlichsten Spiel des Tages, dem Duell der beiden Einser, schien Manuel Neumann gegen Beyer ein klares taktisches Konzept konsequent und erfolgreich auszuspielen. Nach der 1:0 Satzführung folgte ein 7:3 Zwischenstand. Beyer konterte zum 7:9. Die Entscheidung musste her, beide Spieler vergaben Satzbälle, wobei sich letztlich Beyer den Satzausgleich sichern konnte. Neumann war neutralisiert und Beyer begann der Partie seinen Stempel aufzudrücken. Nach erneuter taktischer Anpassung glich Neumann zum 2:2 Satz-Zwischenstand aus. Wie man auf der Bank der Postler anmerkte, „kann so ein Spiel nur über 10:10 im Entscheidungssatz enden“. Dem war auch so! Trotz unzähliger Rückstände war es erstmals Neumann vergönnt, ein Einzel gegen einen der beiden Spieler im oberen Paarkreuz zu entführen (3:2, 15:13). Für die zweite Überraschung war Kevin Eichberg zugegen, der Jung nach einem 1:2 Satzrückstand durch stetig gutes und andauerndes Variieren des Spielsystems, in der Kombination mit Aufschlag und Rückschlag, so ziemlich sichtbar für alle, entnerven konnte. Dieser 3:2 Erfolg im mittleren Paarkreuz ist der verdiente Lohn nach inzwischen Jahren kontinuierlicher Trainingsarbeit und dem dazugehörigen -Fleiß. UND, das scheint nur der Beginn einer noch immer andauernden Weiterentwicklung zu sein. Man ist nie zu alt, man ist nur nicht zielstrebig genug. Leider ohne Sieg in Runde zwei blieben alle anderen Postler, hier namentlich genannt Briesen, Reimann, Kahl und Schubert.
 
Und doch war das 5:10 letztlich das erwartete Ergebnis bei einem für diese Liga an den Positionen 1-5 sehr stark aufgestellten Gegner. Verrückterweise rücken da noch zwei Nachwuchstalente nach, wo zumindest schon einer ganz bald, ganz nah dran sein kann und den Etablierten Druck machen wird. So muss das sein – weiter so, Luis Zach! Wir gratulieren den TTF aus Weißwasser für den eingeschlagenen Weg und zum verdienten Heimerfolg. Bedanken möchten wir uns auch für die überaus angenehme Atmosphäre eines zahlreich anwesenden Publikums sowie bei der jungen Gastgebermannschaft. Hoffen wir mal, dass wir im Januar die Halle heizen und alle TTF zum Rückspiel begrüßen dürfen.
 
Nächsten Sonntag geht´s zu alten Bekannten nach Niesky. Das wird ein Spiel der Kategorie ´Sonntagsklassiker´ - nur ein guter Kaffee ist heißer.
 
Neumann 1.5 | Briesen 0.5 | Eichberg 1.0 | Reimann 0.5 | Kahl 1.5 | Schubert

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Ergebnisse:

28.11.2022

Horken Kittlitz 2 - Post 5 5:9

 

30.11.2022

Neusalza-Sprem. - Post U15 6:4

TTG 64 Boxberg 2 - Post 6 10:4

 

01.12.2022

Post 4 - Bertsdorfer SV 10:4

 

04.12.2022

Post 3 - TTV Neugersdorf 90 11:4

Ankündigungen:

08.12.2022 19:30 Uhr

Stahl Krauschwitz 2 - Post 6

 

09.12.2022 17:00 Uhr

Post U19 - SV Koweg Görlitz

 

10.12.2022 14:00 Uhr

MSV Bautzen 04 2 - Post 2

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